Abban von Kilabban, Abt und Klostergründer

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Überliefertes Grabkreuz des ehrwürdigen Abban von Kilabban in Adamstown, Grafschaft Wexford, Irland.

Gedächtnis: 16. März

Der ehrwürdige Abban von Kilabban (6./7. Jahrhundert) war ein irischer Abt, Klostergründer und geistlicher Lehrer, der zahlreiche Kirchen und Klöster in Irland gründete. Besonders verbunden ist sein Wirken mit den Klöstern Kilabban in der Grafschaft Laois und Mag Arnaide im heutigen Adamstown in der Grafschaft Wexford. Er war der geistliche Vater der ehrwürdigen Gobnata von Ballyvourney, die er bei der Gründung ihres Frauenklosters unterstützte und als Äbtissin einsetzte.

Vita

Der ehrwürdige Abban von Kilabban entstammte nach der irischen Überlieferung einer vornehmen Familie aus Leinster. Sein Vater Cormac wird als König bezeichnet, seine Mutter Mílla war eine Schwester des heiligen Bischofs Ibar von Beggerin. Schon in seiner Kindheit zeigte Abban eine große Liebe zu Gott und zur Heiligen Schrift. Obwohl seine Familie ihn auf die Nachfolge seines Vaters vorbereiten wollte, strebte er nicht nach weltlicher Macht, sondern danach, sein Leben ganz dem Dienst Gottes zu widmen. Schließlich gestatteten ihm seine Eltern, seiner geistlichen Berufung zu folgen.

Bereits in jungen Jahren offenbarte sich nach seiner Lebensbeschreibung die Gnadengabe der Wundertätigkeit. Als Abban eines Tages die Kälber seiner Pflegefamilie hütete, näherte sich ihm ein hungriger Wolf. Aus Mitleid erlaubte er dem Tier, eines der Kälber zu fressen. Als seine Gefährten darüber bestürzt waren, wandte sich Abban im Gebet an Christus und bat ihn, das getötete Tier wieder zum Leben zu erwecken. Daraufhin erhob sich das Kalb und kehrte unversehrt zu den übrigen Tieren zurück. Dieses Wunder bestärkte seine Familie darin, ihn auf seinem geistlichen Weg nicht länger zurückzuhalten.

Im Alter von zwölf Jahren begab sich Abban zu seinem Onkel, dem heiligen Bischof Ibar, der auf der Insel Beggerin vor der Küste von Wexford ein bedeutendes Kloster leitete. Unter seiner geistlichen Führung wurde Abban im monastischen Leben unterwiesen und zeichnete sich durch Gebet, Fasten und Gehorsam aus. Gemeinsam mit Ibar unternahm er der Überlieferung zufolge eine Pilgerreise nach Rom. Seine Lebensbeschreibung berichtet von zahlreichen Wundern während dieser Reise, durch die Menschen zum christlichen Glauben geführt wurden.

Nach seiner Rückkehr nach Irland widmete sich der ehrwürdige Abban der Verkündigung des Evangeliums und der Gründung von Kirchen und Klöstern. Sein Wirken erstreckte sich über weite Teile der irischen Landschaften Leinster und Munster. Besonders verbunden ist sein Name mit Kilabban in der heutigen Grafschaft Laois sowie mit Mag Arnaide, dem heutigen Adamstown in der Grafschaft Wexford. Als Abt unterwies er seine Mönche in den christlichen Tugenden und ermutigte sie zu einem Leben des Gebetes, der Demut und der Nächstenliebe.

Zu seinen geistlichen Kindern gehörte die ehrwürdige Gobnata von Ballyvourney. Abban unterstützte sie bei der Gründung ihres Frauenklosters in der heutigen Grafschaft Cork und übertrug ihr die Leitung der Gemeinschaft. Unter ihrer Führung wurde das Kloster zu einer Stätte des Gebetes, der Askese und der Fürsorge für Kranke und Bedürftige.

Die irische Lebensbeschreibung des ehrwürdigen Abban berichtet von weiteren Wundern. So soll er einen Knaben, der in einem Fluss ertrunken war, durch Gottes Gnade wieder zum Leben erweckt haben. Auch wird überliefert, dass Wölfe auf sein Wort hin eine Herde beschützten, anstatt ihr Schaden zuzufügen. Mehrfach trat er als Friedensstifter zwischen verfeindeten Gemeinschaften auf. Als zwei Heere einander gegenüberstanden und eine blutige Auseinandersetzung drohte, gelang es ihm durch sein Gebet und seine Ermahnungen, die Streitenden zur Versöhnung zu bewegen. Ebenso werden ihm zahlreiche Heilungen von Kranken zugeschrieben, darunter die Heilung eines Gelähmten und eines Aussätzigen.

Nach einem langen Leben im Dienst Gottes entschlief der ehrwürdige Abban im Herrn. Sein genaues Todesjahr ist nicht gesichert; in orthodoxen Heiligenkalendern wird häufig das Jahr 650 genannt. Sein Gedächtnis wird am 16. März begangen. Die mit seinem Namen verbundenen Klosterstätten und die Verehrung seiner Grabstätte bewahren bis heute die Erinnerung an diesen irischen Glaubensverkünder und Klostergründer.

Quellen: Charles Plummer (Hrsg.): Bethada Náem nÉrenn – Lives of the Irish Saints, Band 2, „Life of Abban“, Oxford 1922, digitale Ausgabe im Corpus of Electronic Texts der University College Cork; Rumänisch-Orthodoxe Erzdiözese von Großbritannien und Nordirland: Saint Abban of Ireland; Orthodox Church in America: Saint Gobnata of Ballyvourney.

Gebete

Troparion (8. Ton)

Auf Irlands fruchtbarem Boden hast du die Saat des Mönchtums ausgesät, o Vater Abban, und eine reiche Blüte gottgefälliger Tugenden herangezogen. Verharre weiterhin in deiner unvergänglichen Liebe und führe die Menschen zu Gott, damit uns durch deine Gebete die große Barmherzigkeit zuteilwerde.

aus dem Englischen übersetzt